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Glasdruck

Glasveredelung: Ein Leitfaden zu Siebdruck- und Digitaldrucktechniken

Die Wahl des richtigen Druckverfahrens ist eine entscheidende technische Maßnahme in der Glasverarbeitung. Sie bestimmt die Haltbarkeit, Lichtdurchlässigkeit und ästhetische Lebensdauer des Endprodukts. Dieser Leitfaden vergleicht vier Kerntechnologien – konventionellen Siebdruck (Hoch-/Niedertemperatur), UV-Digitaldruck und Digitalkeramik – und hilft Ihnen, die technischen Möglichkeiten mit den Projektanforderungen in Einklang zu bringen.
Siebdruckglas-2

Vergleichender technischer Überblick

1. Keramischer Siebdruck (Hochtemperatur)

Dabei werden auf Keramikfritten basierende Tinten verwendet, die in einem Temperofen einem Hochtemperaturbrennprozess (650 °C bis 720 °C) unterzogen werden. Durch diese thermische Verschmelzung werden die anorganischen Partikel direkt in die Glasoberfläche eingesintert, wodurch eine unzerstörbare Verbindung entsteht.

•Bindungsart: Gesinterte anorganische Schmelze.

•Oberflächenprofil: Hohe Deckkraft, leicht strukturiert.

•Verarbeitung: Vollständig kompatibel mit Härten und Laminieren.

Keramik-Siebdruck bei hohen Temperaturen

2. Organisches und lösungsmittelbasiertes Screening

Bei diesem Verfahren steht die ansprechende Optik im Vordergrund, nicht die extreme Haltbarkeit. Es werden organische oder UV-härtende Tinten verwendet, die durch Verdunstung oder UV-Licht aushärten. Da die extreme Hitze des Ofens vermieden wird, bleiben empfindliche Glasbeschichtungen erhalten und es bietet ein breiteres Spektrum an haptisch ansprechenden Oberflächen.

•Heilung: Thermische Katalyse oder UV-Bestrahlung.

•Visuelle Elemente: Reichhaltigere Farbtiefe und spezielle Texturen (matt/glänzend).

Screening auf Basis organischer Lösungsmittel

3. Digitaler UV-Tintenstrahldruck

Eine berührungslose Direktdrucktechnologie, die auf Siebe vollständig verzichtet. Die Druckköpfe tragen UV-härtende Tintentropfen auf, die von einer UV-Lampe sofort ausgehärtet werden. Dieses Verfahren bietet beispiellose Flexibilität für individuelle Anpassungen und hochauflösende Bildgebung.

•Technologie: Computer-to-Substrat-Digitaltintenstrahldruck.

•Auflösung: Fotorealistisch (bis zu 1440 DPI).

•Flexibilität: Ideal für Einzelanfertigungen von Prototypen und individuelle Designs.

digitaler UV-Tintenstrahldruck

4. Digitaler Keramik-Hybrid (DIP)

Die Premiumlösung für moderne Architektur. Das DIP-Tech-Druckverfahren vereint die Flexibilität des digitalen Tintenstrahldrucks mit der Beständigkeit von Keramikfritten. Das Glas wird digital bedruckt und anschließend im Ofen gebrannt, wodurch die Tinte dauerhaft mit dem Substrat verschmilzt und so eine lebenslange Farbbeständigkeit gewährleistet wird.

•Der Hybridvorteil: Individuell angepasste digitale Dateien mit keramischer Haltbarkeit.

•Skalierbarkeit: Ideal für großflächige, mehrteilige Architekturgrafiken.

Digital-Keramik-Tauch-Hybrid